Alben Top Ten 2009 – Teil I

Veröffentlicht: 17. Januar 2010 von A (di bosco) in Musik
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Jahresrückblicke und Bestenlisten sind immer so eine Sache. Ein Jahr ist eine ziemlich lange Zeit. Die Alben die Anfang des Jahres erscheinen sind daher meist ein wenig benachteiligt im Jahresrückblick. Außerdem gefallen einem meist nach Stimmungslage verschiedene Sachen unterschiedliche gut. Noch schwerer ist es wenn es viele gute Alben in einem Jahr gab, wie es 2009 der Fall war. Dieses Jahr ist unglaublich viel musikalisch für mich passiert.

Diese kleine Liste hier soll also auf keinen Fall ein ganzheitlicher Rückblick sein, das kann sie und ich auch nicht leisten. Es soll einfach eine kleine Liste von Alben aus 2009 sein, die man sich, wenn man sie noch nicht kennt, meiner Meinung nach mal anhören sollte.

Um mir selbst einen Riegel vorzuschieben, habe ich die Anzahl auf zehn Alben beschränkt. Und es fiel mir schwer, sehr schwer… Die Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum der Alben geordnet und nicht nach irgendeiner Lieblings-Rangfolge. Die gibt es nämlich nicht.

Nun hier zu Teil I meiner Alben Top 10 – 2009.

John Frusciante, Fever Ray, Dredg, Kasabian und Porcupine Tree.

In Teil II gibt es dann The Twiligt Sad, Editors, Russian Circles, Baroness und The Flaming Lips.

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John Frusciante – The Empyrean

VÖ: 23.01.2009
Label: Record Collection
„Krautrock, Noise Rock und Akustikrock  Postpunk, Avantgarde und Electronica“ (alles drin, nach visions.de)

The Empyrean war 2009 das erste Album, dessen Erscheinen ich sehnsüchtig erwartet habe. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Bezeichnend, dass John Ende diesen Jahres seinen Ausstieg bei den Red Hot Chili Peppers bekannt gegeben hat. Mir soll das Recht sein, da er sich ja nun mehr auf seine  eigenen Werke konzentrieren möchte. Finde ich sehr schön.

Zu The Empyrean sagte John Frusciante: “It should be played as loud as possible and it is suited to dark living rooms late at night.” Und Recht hat er, am besten gleich mal Kerzen anzünden, Vorhänge zu und sich in andere Sphären begeben.

Zum Reinhören: Bitte am Stück hören.

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F ever Ray – Fever Ray

VÖ: 20.03.2009
Label: Rabid/Cooperative/Universal
Elektronica

Nachdem ich die Musikvideos zu „When I Grow Up“ und „Seven“ gesehen hatte, war mein Interesse geweckt. Fever Ray, das ist Karin Elisabeth Dreijer Andersson, die ansonsten bekannt ist durch die Arbeit mit ihrem Bruder bei der Elektro-Band „The Knife“.

Doch was kann man zu diesem Album sagen: Es ist düster und eindringlich, sehr stimmungsvoll. Zusammen mit den Videos ergibt sich ein geschlossenes Bild. Schön. Dazu die herrlich spontan und manchmal absurd erscheinenden Texte wie in „When I Grow Up“: “When I grow up I want to be a forester. Run through the moss on high heels”

Ein in jeder Hinsicht wirklich interessantes Album.

Zum Reinhören: If I Had A Heart, Seven, Keep The Streets Empty For Me

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Dredg – The Pariah, The Parrot, The Delusion


VÖ: 29.05.2009
Label: Universal Records
Alternative/ Progressive Rock

Dredg ist eine meiner absoluten Lieblingsbands. Und Lieblingsbands haben es immer sehr schwer die Erwartungen zu erfüllen, die man an sie hat. The Pariah, The Parrot, The Delusion hat mich nicht enttäuscht. (Inzwischen bin ich so weit zu sagen, dass mich zum Beispiel Muse-The Resistance enttäuscht hat). Es ist zwar nicht eines meiner Lieblingsalben von Dredg, aber trotzdem toll. Auf jeden Fall enthält es „popigere“ Nummern als seine Vorgänger.  Das kann man sowohl als Vorteil als auch als Nachteil sehen. Ich hoffe dass dadurch mehr Menschen Zugang zu Dredg finden und eventuell auch die älteren Alben lieben lernen. Da ich dieses Jahr auf zwei Dredg-Konzerten war, kann ich sagen, dass sich die Lieder auch live sehr gut machen. Erwähnen möchte ich  noch die kurzen „Überleitungs“-Stücke auf dem Album: Stamp of Origin: Pessimistic – Stamp of Origin: Ocean Meets Baby – Stamp of Origin: Take A Look Around – Stamp of Origin: Horizon. Kurz und gut, man würde sichmehr wünschen, aber eigentlich sind sie eingebettet zwischen die anderen Stücke so genau richtig.

Zum Reinhören: Ich kann mich eigentlich nicht entscheiden, deswegen sag ich jetzt mal ganz spontan: Light Switch.

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Kasabian – West Ryder Pauper Lunatic Asylum


VÖ: 05.06.2009
Label: Columbia/Sony
Alternative Rock

Eine Bonus-CD in der Musikexpress hat mich auf dieses Album aufmerksam gemacht. Wenn ich es höre kommt mir sofort wieder der sonnige Sommertag auf dem Balkon in den Sinn, an dem ich das Album zum ersten Mal gehört habe. Mit Irrenhaus hat das eigentlich nicht so viel zu tun, soll das Album laut Titel und Band doch eine Reise durch eine psychatrische Anstalt darstellen. Aber das ist ja das schöne an Musik, jeder kann sich seine eigenen Bilder machen. Für mich ist  West Ryder Pauper Lunatic Asylum Gute-Laune-Musik mit eingängigem Rhythmus. Außerdem ist es kein Werk der ersten Liebe,  mehrmaliges Hören lässt es definitiv wachsen.

Zum Reinhören: Underdog, Take Aim

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Porcupine Tree – The Incident


VÖ: 11.09.2009
Label: Roadrunner/Warner
Progressive Rock

Porcupine Tree. Mehr sollte ich eigentlich nicht sagen müssen. Diese Band wurde dieses Jahr zu meiner ultimativen Lieblingsband. Steven Wilson, ja das ist in meinen Augen ein Genie, ich bewundere diesen Musiker und seine Arbeit. Und da ich wegen meiner Brüder nun auch bei den Schlagzeugern genauer hinhöre und mich mehr informiere, kann ich sagen: ich hab meinen Lieblingsschlagzeuger in diesér Band gefunden: Gavin Harrison.

Nun aber zu dem Album: es ist vom ersten Eindruck her auf jeden Fall ein „ruhigeres“, bedächtigeres PT-Album. Auf jeden Fall ist es natürlich, PT-üblich, sehr komplex. Alle Lieder erzählen von verschiedenen „incidents“, daher der Titel und fließen ineinander über. Auch das Konzept um das Album herum gefällt mir sehr gut: die Wallpapers, Bandfotos und die Musikvideos. Am besten einfach mal auf ihrer Homepage anschauen.

Glücklicherweise durfte ich beim PT-Konzert im November in München das Album am Stück hören. Ja, die Band hat das ganze Album mit so wenig Pausen wie möglich gespielt, wie es sich für ein Kunstwerk gehört, dass nicht in Stücken sondern am Stück gedacht ist. Progressive vom Feinsten.

Zum Reinhören: Man sollte sich die Zeit nehmen und das Album am Stück hören, denn so will es die Band und so wirkt es am besten. Wenn es denn aber sein muss dann: Drawing The Line.

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Kommentare
  1. […] Teil I habe ich John Frusciante, Fever Ray, Dredg, Kasabian und Porcupine Tree […]

  2. […] 2009 und hat es in jenem Jahr im Rückblick in meine persönliche Alben Top Ten  geschafft. (Hier: Alben Top Ten 2009.) Mal schauen, was ihnen für ihr neues Werk […]

  3. […] Ich liebe, liebe, liebe El Cielo. Und mit Catch Without Arms verbindet mich mehr als nur Musik… The Pariah, the Parrot, The Delusion schaffte es immerhin in meine Jahresbestenliste 2009. Was will man […]

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