Live: Subway To Sally

Veröffentlicht: 3. Mai 2010 von Lakritzschnecke in Konzertberichte
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Wer bisher der festen Überzeugung war, dass Metaller und andere Nachtgestalten ausschließlich auf Konzerten mit mindestens einer E-Gitarre zu finden sind, wurde am vergangenen Freitag eines Besseren belehrt: Vor dem vollkommen ausverkauften Backstage Werk im Münchner Westen standen noch bis nach Beginn der Veranstaltung hunderte schwarze Wesen, um die deutsche Mittelalter- und Metalband Subway To Sally auf ihrer zweiten Akkustiktour „Nackt II“ live zu sehen. Zurecht, wie sich im Verlauf des Abends herausstellen sollte.

Noch bevor das Licht ausging und zum Konzertbeginn rief, wurden StS bereits von den Fans mit den obligatorischen „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“-Gesängen begrüßt. Ganz ohne Vorband betraten dann endlich die sieben Subways mit ihren zwei Gastmusikern (Cellist und Tamburin etc.-Spielerin) die Bühne und nahmen die begeisterten Fans mit auf eine Reise quer durch die Bandgeschichte, sodass wohl jeder einzelne Zuschauer und -hörer auf seine Kosten kam. Bekannte Songs wie „Eisblumen“, „Sieben“ und „Auf Kiel“ wurden ebenso interessant ins locker-leichte Akkustik-Gewand verpackt wie unbekanntere Titel, so beispielsweise „Accingite Vos“, „Kleine Schwester“ und „Krähenkönig“. Mit „Bruder“ gab es außerdem noch ein vollkommen neues Lied zu bestaunen und bejubeln.

StSSubway To Sally wirkten an diesem Akkustikabend authentischer denn je zuvor, die vor allem Frontmann Eric Fish oft vorgeworfene „Aufgesetztheit“ war zu keiner Zeit auszumachen. Im Gegenteil: Feierstimmung und gute Laune waren nicht nur vor, sondern auch auf der Bühne zu spüren, das Miteinander zwischen Band und Fans gelang einmal mehr und der Funke sprang über – wenn man ehrlich ist, eigentlich sogar schon vor dem ersten Lied. Das Backstage feierte so einen ausgelassenen Konzertabend, und auch dem mal stumm lauschendem, mal heiter mitsingendem Publikum ist ein Kompliment für absolut angemessene Reaktionen und nahezu hundertprozentige Textsicherheit zu machen.

StSDie positiven Reaktionen und der nicht enden wollende „Blut, Blut“-Gesang brachte die Band dann schließlich gen Ende doch noch dazu, den alten Gassenhauer „Julia und die Räuber“ samt Dudelsack auszupacken und der tobenden Menge zum Mitsingen vorzuwerfen. Ende gut, alles gut, und so durften nach mehreren Zugaben, dem Schlussapplaus und der Schlacht ums Merchandise Schwarzmetaller mit Mittelalterherzen neben Familienvätern mit ihren Kindern durch den einsetzenden Frühjahrsregen nach Hause spazieren.

(Kleine Anmerkung: Nach diversen Diskussionen mit den Autoren dieses Blogs über die Rechtmäßigkeit der VÖ von Konzertbildern haben wir uns guten Gewissens dazu entschlossen, die eigenen, vorliegenden Bilder in den Blog einzubinden. Bei einer etwaigen Rechtsverletzung würden wir uns über eine kurze Mitteilung freuen und die Bilder sofort aus dem Blog entfernen.)
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