WM-Beobachtungen I: Hummeln im Hintern

Veröffentlicht: 15. Juni 2010 von Lakritzschnecke in Fußball
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Liebe Fußballfans,

die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika läuft, Deutschland ist kurz vor dem Ausrasten, die Stimmung ist bestens. Passend dazu möchte ich als bekennende Fußball-Vielguckerin auf ArtAnyMess in einem kleinen Projekt ein paar Beobachtungen rund um die WM kundtun. Dabei wird es kurz und bündig (für alle, die sich nach mehr regelmäßigen Kleinartikeln sehnen…), hoffentlich auch ansatzweise lustig vor allem um Themen abseits des Platzes gehen, die vielleicht in den großen Medien etwas weniger im Fokus stehen, aber dennoch im allgemeinen Gespräch präsent und daher „nachdenkbar“ sind. Aktuelle Entwicklungen, Ergebnisse und die neuesten Tabellen werden in diesem Projekt nicht zu finden sein. Los gehts mit einem den meisten Lesern wohl bekannten Thema:

Teil I: Hummeln im Hintern

Das Instrument dieser Fußballweltmeisterschaft ist unbestritten die Vuvuzela, ein afrikanisches Blasinstrument, das Fernsehzuschauern als seltsames Hintergrundgeräusch bei sämtlichen Übertragungen auffällt. Auffällt? Nun ja. Hummeln im Hintern der rennenden Abwehr, ein gigantischer, nach panisch flüchtenden Opfern suchender Bienenschwarm in den afrikanischen Stadien, tausende Wespen im heimischen Fernsehgerät, das sind die ersten Assoziationen, die Fußballdeutschland und andere europäische Nachbarn bei dieser Tröte der speziellen Art haben. Diskussionen um ein Stadionverbot für Vuvuzelas sind im Gange, da Spieler und Schiedsrichter zu sehr abgelenkt werden könnten, da jede emotionale Regung des Publikums unterzugehen droht, da Feier- und Schmähgesänge auf einen Nullfaktor herunterdimmt werden – doch mal zu den Fakten, liebe Gewohnheitstiere: Was uns nervt, ist anderswo Kultur, wer die erste WM auf afrikanischem Boden gutheißt, wird sich durch Surren und Schwirren durchkämpfen müssen, und wer dort früher knappe 3 Euro für eine Tröte dieser Art hinlegte, muss nun in manchen Regionen sogar bis zu 20 Euro dafür ausgeben. Ja, Fußball bedeutet eben nicht nur, dass zwei mal elf Spieler einem Ball hinterherlaufen, sondern auch Musik, Geschäftemacherei und jede Menge verlorene Nerven…

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Kommentare
  1. A (di bosco) sagt:

    Live aus dem Hörsaal, mein Kommentar:
    Unglaublich aber wahr, mein Nachbarskind – allgemeiner Schrecken des Viertels – besitzt eine solche Vuvuzuela. Seit Sonntag hege ich nun Mordgedanken. Das fiese Gelächter dieses kleinen, sich langweilenden, leicht übergewichtigen, vorpubertären Jungen, das er nach dem markerschütternden Trompetenstoß für gefühlte 5 Minuten lang ertönen lässt, vermag mich auch nicht zu versöhnen. Ich weiß nicht was schlimmer ist. Der Ton oder sein Hohn?
    Edit 16:22 Uhr: Passend zum Thema. Es gibt auch im Internet Fans der Tröte, zum Beispiel hier: http://darkives.com/2010/06/14/vuvuzela-audio/

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