Ohrgewürm Ohrgewürm….

Veröffentlicht: 26. September 2010 von felix in Ohrwurm des Tages
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Das entscheidende Kriterium für einen Ohrwurm ist seine völlige Unabhängigkeit vom Willen des jeweiligen Ohr-Eigentümers. Gleich Hausbesetzern feiern diese Gremlins, einst putzig und beliebt, alsbald hartnäckig und nervtötend, in unseren Gehörgängen fröhliche Urständ.

So will ich mich denn heute meinen lieben Mitbefallenen hier auf dem Blog anschließen und in nächster Zeit einige meiner liebsten aber auch hartnäckigsten Exemplare vorstellen. Viele sind mittlerweile über lange Jahre hinweg meine Begleiter und beweisen ihre Widerstandsfähigkeit auch nach langen Ruhephasen immer wieder.

Dass sich dabei mittlerweile ein ziemlich bunter kleiner Zoo angesammelt hat, zeigt sich vielleicht bereits in meinem ersten Beitrag:

Einige besonders exotische Exemplare befallen mit Regelmäßigkeit den Verfasser und zwar solche aus der Sparte Filmscores! Viele wünschen sich im Leben einen Soundtrack wie im Kino, aber ich versichere Euch, wenn so eine Filmmusik sich erstmal hartnäckig festkrallt, gibt es kein Entkommen mehr.

Hans Zimmer/ James Newton Howard: „The Dark Knight“: A watchful Guardian


Anno 2005 geleiteten Zimmer und Newton-Howard Chris Nolans neuen Batman, das Licht der Leinwände dieser Welt zu erblicken. Einen Batman, wie er erwachsener und realitätsnäher bis dato nie erlebt wurde. Wenn es einen absoluten Gegenpol zu der überkandidelten Batman-Serie der 1960er und zu Joel Schumachers quietschbunten Ergüssen der 90er Jahre gibt, dann Nolans Version. Wiederum übertroffen wurde „Batman Begins“ nur von Nolan persönlich 2008. Über „The Dark Knight „soll hier nicht weiter berichtet werden, der Film ist bereits Legende. Indes hat es ein Track des Scores bei mir zu höchsten Ohrwurm-Ehren gebracht: „A watchful Guardian“, der Score, der nach geschlagener Schlacht mit dem Joker und Two-Face, Batmans zukünftige Rolle als Gejagter mit vorskizziert, den Film am Ende abrundet und in die End-Credits münden lässt.

Die gegenseitige Steigerung (ab ca. 2:07) zwischen den orchestralen „Flügelschlägen“ und Variaitionen der Fanfare bis hin zur krachenden Klimax sowie die unmittelbar darauf einsetzenden End-Credits (mit schönen Stereoeffekten, am besten mit Kopfhörern und sehr laut zu genießen), bauen ein unglaublich starkes Energiepotential auf und reißen den Zughörer richtiggehend mit sich. Weswegen dieser Track ein ums andere Mal ausgerechnet immer dann bei mir Hochsaison hat, wenn es darum geht, mich für anstehende Großaufgaben, wie beispielsweise Hausarbeiten, zu motivieren, kann vielleicht der eine oder andere nachfühlen. Wenn nicht – nun, ich denke, viele haben ihre eigenen Versionen von muskalischem Powerfood. Das ist eben einer der meinen :)

Leider ist dieser Track nur auf der sauteuren TDK-Doppel-CD erhalten, aber glücklicherweise gibt es draußen im Netz auch andere hilfreiche „Ritter“, die, frei nach dem Motto „Nimms den Reichen, gibs den Armen“, auch diese Musik unsereiner zugänglich machen. Viel Spaß.

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