A wie Amorphis

Veröffentlicht: 5. November 2010 von Lakritzschnecke in Von A-Z durch die Welt der Musik
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Willkommen in unserer neuen Art Any Mess-Rubrik: Von A-Z durch die Welt der Musik! Hier werden schön der Reihe nach, eben von A bis Z, Bands, Künstler und musikalische Phänomene vorgestellt, die uns beschäftigen und bewegen. Wir fangen ganz konservativ bei A an, und zwar bei:

A wie Amorphis

Amorphis ist eine finnische Metal-Band, die vor zwanzig Jahren gegründet wurde und mittlerweile neun Studioalben herausgebracht hat. Interessant an dieser Musikgruppe ist vor allem, dass die Stilrichtungen der verschiedenen Alben sehr unterschiedlich sind und dass sich die Künstler hinter Amorphis stetig weiterentwickelt haben. Ihr bekanntestes Werk ist bis heute eines der wichtigsten Death Metal-Alben überhaupt: TALES FROM THE THOUSAND LAKES (1994). Die Songs dieser Platte behandeln, wie viele andere Amorphis-Alben auch, Geschichten aus dem traditionellen finnischen Gedichte-Epos Kalevala. Diese Sammlung ist vergleichbar mit unserem Niebelungenlied und beinhaltet diverse Figuren und Ereignisse, die zu einer größeren Handlungsverkettung zusammengeführt werden, teils sehr tragisch, teils etwas kitschig. Auch neuere CDs der Band drehen sich um die Geschichtensammlung, darunter auch die aktuellste Veröffetlichung SKYFORGER aus dem letzten Jahr. Dieses Album geht wieder in die Richtung (Melodic) Death Metal zurück, aus der Amorphis ursprünglich kommen. Dazwischen sind jedoch jede Menge experimentelle, sanftere Songs ohne Growl-Gesang zu hören, die aber genauso bewegen und berühren wie die düsteren Vertonungen. Mit den nicht so harten Alben stellte sich kommerzieller Erfolg ein, was der Band von enttäuschten, alten Anhängern oft vorgeworfen wurde. Durch die aktuelle Rückbesinnung auf alte Tugenden im extrem melodischen Gewand ließen sich einige abtrünnige Fans jedoch wieder zurückgewinnen.

Diskographie:

  • The Karelian Isthmus (1992)
  • Tales From The Thousand Lakes (1994)
  • Elegy (1996)
  • Tuonela (1999)
  • Am Universum (2001)
  • Far From The Sun (2003)
  • Eclipse (2006)
  • Silent Waters (2007)
  • Skyforger (2009)

Wie ich die Band entdeckt habe, wurde bereits bei einem Ohrwurm des Tages-Eintrag erläutert. Ganz kurz: Beim Stöbern ist mir das Cover von SILENT WATERS aufgefallen, ich habe kurz reingehört – und gekauft, dann verliebt, wieder Abstand gewonnen, ältere Sachen ausgegraben, einmal sogar mit Bandchef und Lead-Gitarrist Esa Holopainen sprechen dürfen, die Band live gesehen, und wieder verliebt. Heute ist Amorphis eine meiner absoluten Lieblingsbands: Mir gefallen sowohl die härteren als auch die sanften Sachen, die Kombination aus extrem melodischer Musik und Düstergesang sowie die mythischen Geschichten der Kalevala faszinieren mich und Vertonungen von bereits vorhandenem Stoff finde ich sowieso genial – aktuelles Beispiel: MOONFLEET AND OTHER STORIES von Chris De Burgh. Die Atmosphäre der Lieder kommt übrigens nicht nur auf CD wunderbar hervor, sondern macht auch live ordentlich was her – vor allem, wenn Sänger Tomi Joutsen mal wieder mit seinen hinternlangen Dreadlocks zum Headbangen ansetzt. Wer die Band mag, sollte sie DRINGEND mal live erleben! Gelegenheit dazu gibt es diesen Herbst auf der Tour mit Orphaned Land und Ghost Brigade (die anderen beiden Band sind übrigens, jede für sich, auch sehr zu empfehlen!). Wer die Band kennenlernen möchte, aber keine Growls mag, für den sind vielleicht die Alben um die Jahrtausendwende eine Empfehlung wert – und für interessierte Metaller ist die aktuelle Scheibe SKYFORGER sicherlich ein gutes Einstiegsalbum. Anspieltipps: Sky Is Mine, Silver Bride. Viel Spaß!

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Kommentare
  1. […] ist auf dem guten Stück zu finden, wie schaffen die das bloß? Mehr zur Band gibt’s unter A wie Amorphis in unserer „A-Z – Durch die Welt der […]

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