C wie Catch Without Arms

Veröffentlicht: 8. Dezember 2010 von A (di bosco) in Von A-Z durch die Welt der Musik
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A wie Amorphis

B wie Belphegor

So sing about love ~~ my ode to DREDG

2008 – Durch meine Tante stoße ich auf das Lied „Sang Real“.  Es ist ihr Lieblingslied und bald auch eines der meinigen. Sang Real von der Band Dredg. Dredg. Lasst euch das auf der Zunge zergehen, speichert den Namen ab. Noch nie gehört? Dann geht es euch so, wie mir damals. Da saß  ich  – DAMALS vor zwei Jahren – in meinem Zimmer  und war bereits beim ersten Mal hören hoffnungslos verloren. Mit Sang Real erwischte es mich. Sofort wußte ich: Ich brauche dieses Lied und ich brauche  mehr von dieser Band. Das dazugehörige Album musste her. Dieses nennt sich „Catch Without Arms”.  (Surprise, surprise!) und ist der Namensgeber dieses kleinen Fan-Artikels. 2005 war es erschienen und damals, 2008, war es das dritte und vorerst letzte Album der Gruppe.

Als ich es dann das erste Mal physikalisch in den Händen hielt, war ich ein wenig enttäuscht. Das giftgrüne Cover sagte mir zunächst nicht zu. Doch die Musik machte alles wieder gut. Das Album enthält bis heute für mich viele Perlen, ist eine wahre Fundgrube. Bald hörte ich auch die anderen Dredg-Alben in Endlosschleife. Doch „Catch Without Arms“ führte lange Zeit meine Albumcharts an.

“Only those who accept will find that acceptance in return
We have been trimmed down like hedges, and told just to sit,
And wilt, and spit at each other from a distance
There is constant resistance from you”
(Dredg – Bug Eyes)

Meine neue Liebe zu Dredg wurde schnell gefestigt, denn wie es der Zufall so wollte, veröffentlichte die vier Amerikaner prompt 2009 ihr viertes Album: „The Parrot, the Parriah, the Delusion„. Und meine Glückssträhne hielt weiter an: sie spielten im selben Jahr auf Rock im Park. Keiner meiner Festivalmitfahrer interessierte sich für die Gruppe. Also zog ich alleine los. Clubstage, letzter Act. Wunderbar, einen besseren RiP-Abschluss wird es nie mehr geben: Ich ganz vorne (vor Dredg spielten Trail of Dead, die ich bei dieser Gelegenheit auch gleich für mich entdeckte), ich glückselig, ich weggebeamt. Der Wahnsinn, der Hammer. Nach wie vor steht dieses Konzert auf Platz eins meiner großen Konzertmomente… Die perfekte Abrundung: ich fing tatsächlich ein Pick am Ende des Konzerts. ICH? Damit war es auch noch symbolisch besiegelt: Dredg waren MEINE Band geworden.

Dies alles war nur möglich, weil sie es geschafft hatten mich mit „Catch without Arms“ einzufangen und an sich zu binden. Dieses Album war mein erstes Dredg-Album und hat in mir die Dredg-Lawine ins Rollen gebracht. Meine tiefe Verbundenheit zu dieser Scheibe Musik hat nach wie vor ungetrübt Bestand. Das Album enthält soviele Zeilen, denen ich nichts hinzufügen kann.

„I’m not your star
I’m not that beam of light
Here to save your life
To make your wallet fat

While mine is on a diet.“
(Dredg – Catch Without Arms)

Doch nun (endlich?!) noch Konkretes zu dem guten Stück, da gibt es nämlich VIEL zu entdecken.

1.      Die Gruppe  ist nicht nur musikalisch kreativ, sondern auch künstlerisch. Logos, Artworks, Cover und Inlays… da gibt es viel zu gestalten. Für „Catch Without Arms“ kreierten Drew Roulette, der Bassist, und Gavin Hayes, der Sänger, zu jedem Song ein individuelles Bild. Leider weiß ich nicht, wo man sich diese Bilder komplett kaufen kann. In meinem CD-Booklet sind leider nur Ausschnitte abgebildet. Die angeblich „largest dredg-fansite on the net“ hat ein Wallpaper der Bilder online, allerdings unter dem irreführenden Dateinamen „ElCielo“ (Das ist ja eigentlich der Name des zweiten Dredg-Albums…).

2.      Catch Without Arms ist ein Konzeptalbum. Da ich generell nicht ein großer Fan davon bin, zuviel vorweg zu nehmen, sondern es toller finde, wenn man selbst einiges für sich entdecken kann, werde ich nicht viel über das Konzept verraten. Daher nur so viel: es geht um Kontraste. Um alle möglichen Kontraste. Wer meine Meinung nicht teilt und an einer  ausführlicheren Vorab-Analyse interessiert ist, kann ja mal einen Blick in die deutsche Wikipedia werfen. Da war ein Fan fleißig und hat das Album analysiert. Wer intelligent ist, wird einen Interpretationsansatz auch neben der Musik in einem anderen, hier bereits erwähnten, künstlerischen Ausdrucksmittel finden können.

3.      Die Musik : zwischen gefühlvoll, hart, progressiv, rockig, zum dahinschmelzen. Melodien, die sich in durchs Ohr winden, im Kopf einnisten und dort am liebsten auf ewig auf der Repeat-Taste sitzen bleiben, allerdings vom folgenden Lied gnadenlos heruntergestürzt werden und sich dann auf den Weg in den Hinterkopf machen, von wo sie immer wieder, wann immer sie wollen, nach vorne drängen. Einfach in sich stimmig. Hört einfach selbst mal rein.

„From the inside out we were formed
and from the inside out we will fall.
Soon this all will come to an end…“
(Dredg – Sang Real)

Hier noch die Tracklist des Albums, inklusive Auflistung der zugehörigem Bilder in Klammern.

  1. Ode to the Sun (Outline & Color)
  2. Bug Eyes (Grace & Seriousness)
  3. Catch Without Arms (Freedom & Order)
  4. Not That Simple (Depth & Surface)
  5. Zebra Skin (Truth & Imagination)
  6. The Tanbark is Hot Lava (Logic & Emotion)
  7. Sang Real (Oneness & Manyness)
  8. Planting Seeds (Sameness & Difference)
  9. Spitshine (Impersonal & Personal)
  10. Jamais Vu (Light & Dark)
  11. Hungover on a Tuesday (Heaviness & Lightness)
  12. Matroshka (Universe & Object)
  13. Uplifting News

Meine persönlichen Anspieltipps zum reinhören:
Ode to the Sun, Jamais Vu, Sang Real, Bug Eyes, Not That Simple.

Hier ein Musikvideo zum Album:

Und hier ein paar Rezensionen:

Ja, also, dann, ich geh dann mal wieder Dredg hören!

“Well that’s what happens when you play catch without arms
It’s what sets us apart
Well that’s what happens when you compromise your art (heart)
It’s what sets, sets, sets us apart.”
(Dredg – Catch Without Arms)

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PS: Wer sich beschweren möchte, dass dieser Artikel irgendwie nur zur Hälfte wirklich über das Album an sich war, den möchte ich daran erinnern, dass dies hier als Blog ab und an eben genutzt wird um Schwärmereien Ausdruck zu verleihen. Das darf man hier Großartig, nicht? Ansonsten immer her mit Beschwerden – besser als kein Kommentar sind sie allemal. ;)

„I owe you-my soul will ya
please accept this offer (it’s over)
this is all for you…“
(Dredg – Ode to the Sun)

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Kommentare
  1. […] C wie Catch Without Arms […]

  2. […] begeistert mich, insbesondere Songs wie Yatahaze. Ich liebe, liebe, liebe El Cielo. Und mit Catch Without Arms verbindet mich mehr als nur Musik… The Pariah, the Parrot, The Delusion schaffte es immerhin in […]

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