Lakritzschnecke: TopTen 2011

Veröffentlicht: 10. Januar 2012 von Lakritzschnecke in Musik
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Willkommen im neuen Jahr, liebe Leser!
2011 ist vorbei, und die Presse beschreibt das vergangene Jahr im Hinblick auf Musik als besonders erfreulich. Gemeint ist natürlich die Popmusik. Was lief da eigentlich so? Amy Whinehouse ist tot, Lady Gaga haut nach wie vor einen Hit nach dem anderen raus und Gangsta-Rapper wie Sido und Bushido werden endlich von deutlich besseren Varianten mit den Namen Casper und Prinz Pi ersetzt.
Doch 2011 hatte viel mehr zu bieten: Überraschungen und Enttäuschungen. Konzerte und Festivals. Und natürlich ohne Ende frisches Metal-Material. Nach der Vorlage von A (di Bosco) folgen hier meine persönlichen Top Ten:


1. In Flames: SOUNDS OF A PLAYGROUND FADING (Melodic Death/ Modern Metal)
Keine Band hat mein Jahr mehr beeinflusst als In Flames. Ihr Knalleralbum SOUNDS OF A PLAYGROUND FADING wurde gleich am Erscheinungstag gekauft. Es war regnerisch, roch nach Lebenskrise und überfälligen Entscheidungen. Da kam die energiegeladene Mischung gerade recht: Brachiale Songs wie „Deliver Us“ und vor allem „Enter Tragedy“ brachten mich zum Ausrasten, ruhigere Stücke wie „Liberation“ den Tränen nahe und „Where The Dead Ships Dwell“ zum Nachdenken (und Umziehen). Ein geniales Album voller Highlights mit dem perfekten Veröffentlichungszeitpunkt – danke, In Flames! Auch für das tolle Konzert im November!
Anspieltipps: alle oben genannten Lieder


2. Machine Head: UNTO THE LOCUST (Thrash Metal)
Ein zweiter Platz, der hartnäckig am ersten kratzt. Es wurde zwar nicht ganz so oft gespielt, aber auch dieses Album kracht ordentlich aus den Boxen und macht auf ganzer Linie Spaß. Machine Head liefern hier Thrash Metal at its best ab, die Riffsfetzen sich nur so mit den eingängigen Melodien und verschmelzen schließlich zu einer explosiven Mischung, die nicht nur beim Autofahren der Killer ist. Ob währenddessen oder im Rockstudio eures Vertrauens: Der nächste Nackenbruch kommt bestimmt!
Anspieltipps: I Am Hell, Locust


3. Powerwolf: BLOOD OF THE SAINTS (Power Metal)
Powerwolf sind seit einigen Jahren meine große Power Metal-Liebe, auch wenn nach wie vor nicht klar ist, ob da Katholiken, Satanisten oder doch „einfach nur“ Metaller am Werk sind. Fakt ist: Auch das vierte Album der Deutschen kann sich hören und in Form einer berühmt-berüchtigten Messe auf der Bühne sehen lassen.
Anspieltipps: Das ganze Album! Einfach bei Lied 1 anfangen und nach Lied 11 wieder von vorne beginnen. Die große Spezialität von Powerwolf ist noch immer, Ohrwürmer über Ohrwürmer zu produzieren – und BLOOD OF THE SAINTS ist voll davon.


4. Ghost Brigade: UNTIL FEAR NO LONGER DEFINES US (Dark Metal)
Düster, deprimierend, depressiv: Ghost Brigade schaffen es auch mit ihrem hervorragenden dritten Album UNTIL FEAR NO LONGER DEFINES US, den Hörer voll ins schwarze Loch zu ziehen. Wer damit umgehen kann oder es gar darauf anlegt, dem sei die Platte (und die beiden Vorgänger) wärmstens empfohlen.
Anspieltipps: Clawmaster, Breakwater, Torn


5. Amorphis: THE BEGINNING OF TIMES (Melodic Death/ Dark Metal)
Wie A (di Bosco) bereits erwähnte, ist Amorphis eine meiner ganz großen musikalischen Lieben. Neue Alben einer solchen Band werden immer mit Spannung und etwas Misstrauen erwartet, doch auch in diesem Jahr gab es keine Enttäuschung und THE BEGINNING OF TIMES konnte mich schließlich doch noch überzeugen. Mit dem dunkel-growligen Original aus den Anfangstagen haben die Finnen nur noch wenig gemeinsam. Die „zweiten Amorphis“ überzeugen jedoch einmal mehr mit hinreißenden Melodien und dem Blick für unwiderstehlich schöne Hits.
Anspieltipps: Battle For Light, Mermaid, Three Words, Reformation (eigentlich alles)


6. Amon Amarth: SURTUR RISING (Death/ Viking Metal)
Die Riffgötter aus Schweden liefern mit SURTUR RISING zwar keine Heldentat wie in früheren Zeiten mehr ab, segeln aber auf erfreulich solidem, hohen Niveau weiter. Wer die Band kennt, wird keine nennenswerte Überraschung erleben – aber eben auch keine Enttäuschung. Und mit „War Of The Gods“ haben die Wikinger zwar kein zweites „Pursuit Of Vikings“ oder „Fate Of Norns“ abgeliefert, aber erneut einen richtig guten Song geschrieben.
Anspieltipps: War Of The Gods, Destroyer Of The Universe, The Last Stand Of Frej


7. Fair To Midland: ARROWS & ANCHORS (Alternative Metal)
Bei diesem Album überschneiden sich meine Gedanken mit denen meiner Vorposterin: ARROWS & ANCHORS braucht Zeit und Muse und wollte auch bei mir am Anfang so gar nicht ins Ohr. Experimenteller und nicht ganz so angenehm dahinfließend wie der Vorgänger wirkt das Album zunächst, doch wenn man dem guten Stück die nötige Zeit widmet, entfaltet es seine ganze Schönheit. Und dann kommt man nicht mehr davon los und kann so richtig darin aufgehen.
Anspieltipps: Whiskey & Ritalin, A Loophole In Limbo


8. Hammerfall: INFECTED (Power Metal)
Hammerfall. Was muss man noch zu Hammerfall sagen? Falls ihr es noch nicht gelesen habt, vielleicht das hier. Davon abgesehen haben die truen trven Power Metaller auch 2011 wieder ein echtes Hammer-Album vorgelegt, das im Vergleich zu seinen Vorgängern einige Neuerungen bietet. Doch keine Sorge, auch die klassischen Hammerfall-Tugenden kommen nicht zu kurz. Wer beides mag, wird voll bedient – wer wählerisch ist, muss skippen, findet aber dennoch genug Songs zum Mitgehen.
Anspieltipps: Infected


9. Moonsorrow: VARJOINA KULJEMME KUOLLEIDEN MAASSA (Pagan/ Folk/ Viking Metal)
Bewegend, tiefsinnig, komplex – Musik von Moonsorrow geht nicht so leicht ins Ohr, wirkt aber dafür umso krasser: Wer sich in die Welt von VARJOINA KULJEMME KUOLLEIDEN MAASSA wagt und nicht von den finnischen Texten abschrecken lässt, wird eine atmosphärische wie düstere Welt entdecken und darin versinken. Die wenigen, aber episch langen Lieder funktionieren live wie auf Platte hervorragend. Die beste Musik für triste Winterstunden. Oder verkaterte Festivalmorgen.
Anspieltipps: bestenfalls am Stück hören

10. Brainstorm: ON THE SPUR OF THE MOMENT (Power Metal)
Power Metal aus Deutschland rockt, und auch Brainstorm haben 2011 ein wirklich tolles neues Album abgeliefert. Bereits die Vorgängerplatte hatte ich überdurchschnittlich oft im Player, und so lief auch ON THE SPUR OF THE MOMENT hoch und runter und setzte sich unwiderruflich im Hirn fest.
Anspieltipps: Temple Of Stone, Where Your Actions Lead You To Live

Heiße Kandidaten knapp dahinter:
Mastodon: THE HUNTER
Samael: LUX MUNDI
Megadeth: TH1RT3EN
Opeth: HERITAGE
Children Of Bodom: RELENTLESS RECKLESS FOREVER

Wozu ich nicht kam (tststs) bzw. was ich unbedingt nachhören muss
Primordial: RDEMPTION AT THE PURITAN´S HAND
Trivium: IN WAVES
Pain Of Salvation: ROAD SALT TWO

Tipps für TopTen 2012
Sabaton: CAROLUS REX
Sonata Arctica: ?
Arcturus: ?

Es bleibt spannend. Die Musik, aber auch das Leben an sich. Nur eines steht unbestritten fest: 2012 wird rocken!!

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Kommentare
  1. A (di bosco) sagt:

    Ich hoffe doch sehr, dass nicht nur „Sido und Bushidod den Rest des Beitrags lesen“ werden. Auch wenn deren TopTen hier wohl nicht vertreten sind, ich finds super was wir hier so an Alben sammeln konnten! :)

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