Archiv für die Kategorie ‘Kulinaria’

Curry

Veröffentlicht: 9. April 2013 von A (di bosco) in Gastroführer, Kulinaria
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Duesseldorf_Curry„Es steht noch ein romantisches Dinner aus,“ sagt er.

„Ich hab Hunger“, sagt sie.

Es ist Karfreitag. Es hat doch so einiges geschlossen, so auch das „Lieblings“-Restaurant der Mitbewohner, dessen Test somit noch aussteht.

Letztes Jahr gab’s zum selben Feiertag Lammlachs im Röstimantel, das kann man kaum toppen.

„Wie wär’s mit Currywurst?“, sagt sie und meint es ernst. Denn da lockt ein Laden, mit ansehnlicher Internetpräsenz und auch woanders hat man schon darüber gelesen. Dreimal gibt es den Spaß inzwischen in Düsseldorf: Curry. Der leckerste Fleck in Düsseldorf. Die Wurst, die so manche Leidenschaften weckt, steht hier auch mit Blattgold auf der Karte – was dem Imbiss eine Eintragung in Reiseführer und zahlreiche russische Touristen beschert.

Also geht es in den Düsseldorfer Medienhafen. Der Imbiss ist voll, aber Platz für uns ist allemal. Links neben uns ein mittelaltes Pärchen, rechts eine Familien/Freundestruppe, die sich über mehrere Tische verteilt. Die Bedienung: flott, beredt, direkt und persönlich. Das Essen: Einmal Currywurst fruchtig, einmal pikant, einmal große Pommes, dazu den Saucenteller.

Und wahrlich: es gibt sie, die Orte jenseits von Berlin, an denen man sich die Currywurst schmecken lassen kann. Man darf hier neben der hervorragenden Wurst die hausgemachten Pommes, und die Saucen nicht vergessen. Highlight des Abends: die Meerettich-Preiselbeer-Sauce. Die Preise sind nicht Curry36, aber einer guten Wurst in jedem Fall angemessen: 3,50 kostet das Stück. Alles in allem: da kann man wieder hingehen, falls die Sehnsucht nach einer guten Currywurst groß, Berlin aber so weit, ist!

Bar Sehnsucht

Veröffentlicht: 30. März 2012 von Lakritzschnecke in Gastroführer

Massenweise BHs baumeln von der Theke. Überall Poster von Pinup-Ladys. Ein Motorrad hängt an der Wand. Die wenigen Sitzplätze sind alle besetzt. Aus den Boxen dringt Volbeat und Iron Maiden, von der Nebenrunde lautes Gelächter herüber, die Stimmung kocht. Kurz und gut: Es lässt sich durchaus aushalten in der Bar Sehnsucht, die sich in der Münchner Amalienstraße im Herzen des Ausgehviertels um die Universität befindet. Der Blick auf das Publikum enttarnt die Kneipe eindeutig als Ort für Studenten, Alternative und Junggesellenabschiede. Wer hier sein (3,50 Euro teures) Bier mit nach draußen nehmen möchte, wird nicht daran gehindert, wer mit Highheels und Samtkleidchen an- und herumtanzen möchte, ist eher fehl am Platz, obwohl dieser reichlich vorhanden ist. Insgesamt is die Bar Sehnsucht eine wirklich schöne Möglichkeit, eine ausgedehnte Kneipentour in München zu beginnen – als Absackerort eignet sie sich aufgrund der wenigen Sitzplätze und der unsicheren Öffnungszeiten dagegen eher weniger. Und Vorsicht: Montags und freitags (!) ist die Bar geschlossen. An den anderen Tagen können Münchner ihre Sehnsucht nach der etwas anderen Weggehmöglichkeit aber bereits ab 19 Uhr ausleben.

http://www.bar-sehnsucht.de

Café Hüftgold

Veröffentlicht: 25. März 2012 von A (di bosco) in Gastroführer
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Café HüftgoldMontag Nachmittag. Die erste Frühlingssonne kitzelt auf den Backen. Zeit für einen Kaffee.

Schon das kleine selbstgebackene quadratische Schokoteilchen, dass neben meinem Latte Macchiato auf der Untertasse liegt, überzeigt. Mmmh, sehr lecker.

Die Untertasse passt übrigens nicht zum Glas. Welche Untertasse tut das schon? Die meiner Mitbesucherin passt aber auch nicht zu ihrer Tasse. Und jeder unserer Teller kommt auch wieder aus einem anderen Sortiment. Ich esse mit Silberlöffel, sie löffelt ihren Cappuccino mit blechernem Geschirr.

„Alles so kunterbunt und kreuz und quer“, sagt sie. „So wie bei mir daheim.“

Wie zuhause, unkompliziert, gemütlich, aber doch (mehr …)

Café Beethoven

Veröffentlicht: 24. Januar 2012 von A (di bosco) in Gastroführer
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Ich war in einem neuen Café.
Erzählte ich das?
Ich wollte Bier trinken an dem Abend,
Es endete mit (mehr …)

Der Nikolaustag: Andere bekommen söckchenweise Apfelsinen und Nüsse. In meinem großmütterlichen Paket steckt gleich ein ganzes Kilo Trockenobst. (Man sollte nicht nebenher am Telefon mit meiner Oma erwähnen, dass man gerne mal Früchtebrot backen würde. So etwas hat immer Folgen, in diesem Fall durchaus schmackhafte.)

Also wurden die Hutzen, Kletzen oder auch Dörrbirnen zusammen mit Feigen, Aprikosen und anderem Trockenobst kleingeschnitten, eingeweicht und zum gemeinschaftlichen Backen mit Glühwein und verziererisch gelebter Kreativität geladen. Die Ergebnisse gibt es hier zu bestaunen. Kleiner Tipp am Rande, selbst getestet und für gut befunden: Glühwein mit dem Einweich-Fruchtwasser der Birnen, Zwetschgen und Co. verfeinert,  führt zu einer positiven fruchtigen Geschmackserweiterung!

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Die Weihnachtsbäckerei ist wahrlich eine der schönsten heimischen Traditionen. Und dass unsere Plätzchen in manchen Teilen Deutschlands Kekse heißen, kann ich wegen der Ergebnisse (fast) verschmerzen. Vielen Dank hier an meine fleißigen Weihnachts-Bäckerinnen!

In diesem Sinne euch allen noch eine schöne Adventszeit. Denkt auch einmal daran euch zu einem Kerzenlicht zurück zu lehnen und besinnlich einen Tee zu schlürfen.

Advent, Advent…

Veröffentlicht: 27. November 2011 von Lakritzschnecke in Kulinaria

… der Ofen brennt! So auch bei mir: Mit den frischgebackenen ersten Plätzchen des Jahres wünsche ich allen Lesern (und ArtAnyMess-Mitschreibern) einen wunderschönen 1. Advent!

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Vegan kochen und backen Basics

Veröffentlicht: 6. Dezember 2010 von Ginger in Kulinaria, Uncategorized

Vegan kochen und backen (also ganz ohne tierische Bestandteile) ist nicht nur gut für die Tiere, besser fürs Klima, die Umwelt uuuund die eigene Fitness- nein, es ist manchmal sogar auch günstiger! Vegan kochen und backen ist im Prinzip überhaupt kein Problem, man muss nur wissen wie sich die Produkte ersetzten lassen. Deshalb guckst du hier:

Sahne: Sahne auf pflanzlicher Basis hat durchschittlich nur 11% Fett und ist damit um mehr als die Hälfte kalorienärmer als normale Sahne.  Es gibt Sojasahne, Hafersahne (Rewe, Bioladen, großer Edeka…) süß zum aufschlagen oder normal, z.B. für den Kaffee. Sojasahne gibt’s aber auch sprühfertig (Bioladen)

Eier: Eier werden überbewertet. Man findet sie überall drin, oft kann man sie aber auch einfach weglassen. Hefeteig, Mürbteig, Nudeltei, Blätterteig etc. kommen zum Beispiel völlig ohne die Zugabe von Eier aus.  Wenn ihr euch trotzdem unsicher seid, könnt ihr Ei-Ersatz-Pulver, Mehl (z.B. Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Sojamehl, Kichererbsenmehl), Tofu, geschrotete Leinsamen oder Bananen zum Binden nehmen. Dabei kommt es darauf an, ob ihr nur eine Soße binden, oder einen aufwendigen Kuchen backen wollt. Um eine Soße dicker zu bekommen würde ich beispielsweise keine Bananen empfehlen, dass könnte sich evtl. negativ auf den Geschmack auswirken ;-)

Honig: Da sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Je nach persönlichem Geschmack kann man Ahornsirup, Agavendicksaft, Zuckerrübensirup, Birnendicksaft oder einfach Rohrzucker nehmen.

Milch: Soja-, Reis- Dinkel-, Hafermilch….  (gibts auch als Schoko- oder Vanillevariante)

Joghurt: Joghurt auf pflanzlicher Basis gibt schon in vielen leckeren Sorten. z.B. Sojajoghurt natur, Heidelbeere, Aprikose, Erdbeere, Kirsche etc. (hauptsächlich im Bioladen, Rewe, Edeka)

Pudding: Pudding kann man sich im Prinzip super einfach mit Puddingpulver (der von RUF ist z.B. vegan) und Sojamilch + Rohrzucker selber anrühren. Wer dazu keine Lust hat oder mal was anderes ausprobieren will, kann sich Soja-Pudding auch abgepackt im Supermarkt kaufen. Den gibts z.B. in den Sorten vanille/schokolade/Zartbitter/Karamell/Cappuccino und steht nicht im Kühlregal, sondern bei der Sojamilch (Rewe, dm, Edeka, Bioladen…)

Käse: Sojakäse (sind meiner Meinung nach noch verbesserungsfähig und ziemlich teuer), Hefeschmelz (Rezept kommt noch)

Butter: Das ist das leichteste Spiel. Einfach Pflanzenmargerine nehmen.

Gelatine: Agar Agar (ich weiß, hört sich doof an ;-), gibt’s aber im Bioladen und funktioniert sehr gut ). Maisstärke und Kartoffelmehl tun’s aber auch.

Schokolade: Leider ist die meiste Schoki im Supermarkt mit Zusatz von Vollmilch oder Sahne. Es gibt aber auch welche ohne wie zum Beispiel Zartbitter oder Marzipan (z.B. von Ritter Sport) oder viele Pfefferminzschokoladen-Sorten. In Bioläden und Biosupermärkten sieht das Angebot schon besser aus, da gibt’s zum Beispiel dunkle und weiße Schokolade aus Reismilch, Schoki aus Carob, Schokolade mit Trüffel-Praliné-Füllung, mit Orangengeschmack, grünem Tee, Mandeln und Nüssen etc. Wer Lust auf Nougat hat – und keine vegane Nussnougat-Schoki findet: backfertiges Nougat ist meistens auch ganz vegan, so wie reiner Marzipan auch und erfüllt seinen Zweck. Außerdem gibt’s auch schon einiges an veganem Schokoaufstrich (z.B. von alnatura).

Wen dieses Thema weiter interessiert, kann sich auf der veganen Rezepte- und Produktdatenbank http://www.rezeptefuchs.de durchklicken und sich inspirieren lassen!  Macht’s gut! :-D