Mit ‘Metal’ getaggte Beiträge

Sonntag Nachmittag, trübes Wetter, noch trübere Stimmung – Zeit für Dark Tranquillity! Ein Ohrwurm, der an die letzten beiden Posts anknüpft, stammt er doch aus meinen Top Ten des Jahres 2010.

Was dieses Lied als Ohrwurm auszeichnet, ist schnell erklärt: Der perfekte Beginn, der einen in den Song hineinzieht. Die unendlich angenehme Stimme von Mikael Stanne, der neben wunderbar singen und growlen auch noch wunderbar flüstern kann. Der Text, die Bildhaftigkeit („Why do I see her wearing nothing but the dark?“). Die Grundstimmung, die Atmosphäre. Und, ganz wichtig: Die Keyboard-Akzente, von denen Dark Tranquillity lebt, die in der Metalwelt jedoch oft verteufelt werden – warum eigentlich? Hier passen sie, hier braucht der Song (klick!) sie.

Ein wunderschönes Lied einer grandiosen Band. Und wem das gefällt, sollte sich unbedingt das ganze Album anhören: Jeder Song ein Hit, mal unbändig laut und brachial, mal sanft und einfühlsam, aber immer 100% Dark Tranquillity. Aus diesem Grund ist WE ARE THE VOID mein Nummer 1-Album des Jahres 2010. Ein bisschen Nostalgie muss bei dem Wetter schließlich erlaubt sein…

Lakritzschnecke: TopTen 2011

Veröffentlicht: 10. Januar 2012 von Lakritzschnecke in Musik
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Willkommen im neuen Jahr, liebe Leser!
2011 ist vorbei, und die Presse beschreibt das vergangene Jahr im Hinblick auf Musik als besonders erfreulich. Gemeint ist natürlich die Popmusik. Was lief da eigentlich so? Amy Whinehouse ist tot, Lady Gaga haut nach wie vor einen Hit nach dem anderen raus und Gangsta-Rapper wie Sido und Bushido werden endlich (mehr …)

2011. Eine musikalische Fundstube und Wundergrube. „You can find all you need“. Zwischen mehr und gar keinen Worten entdeckte ich dieses Jahr den Post-Rock, wandelte entflammt vom Beginn der Zeiten über den Camino auf in schwebende klingende Anderswelten jenseits von Hier und Heute und Leben und Leute. Ja, mich erfüllt es mit Stolz, sagen zu können, dass mehr als die Hälfte meiner TopTen-Songs die 4:00-Minuten-Marke knacken! Radio ade, du bist für mich längst nur noch eine Nachrichtenmaschine mit unerlässlichem musikalischen Wert!

Meine TopTen ging mir dieses Jahr aufgrund der Fülle an toller Musik nicht leicht von der Hand. Leider konnte ich auch noch längst nicht alles, was im letzten Jahr vielversprechend anklang, durchhören. Daher ist dies natürlich (mal wieder) ein auf meinen subjektiven derzeitigen Musikhörstand begrenzter Rückblick. (Auf meiner „Muss-ich-noch-anhören-Liste“ stehen u.a. so große Namen wie die Foo Fighters, Red Hot Chilli Peppers und Dream Theater und andere wie Trivium, Graveyard, Russian Circles und Mastodon).

Da ich dieses Jahr ein paar Lieblingssongs hatte, deren Alben es aber nicht in die Top Ten geschafft haben, findet ihr zu Schluß noch eine 2011er-Best-of-not-TopTen-Playlist.

In diesem Sinne viel Spaß mit meinem 2011er Rückblick, also mit: (mehr …)

Epische Melodien, ein alles in Grund und Boden rockendes Riff und dieser wüste Hauch von Apokalypse, dazu die wütenden bis depressiven Growls von Sänger Akerfeldt – das alles beschreibt die Band Opeth, und das alles lässt sich („komprimiert“ in neun Minuten) in ihrem Song „The Funeral Portrait“ wiederfinden. Das gut neun Minuten lange Stück stammt vom Album BLACKWATER PARK, einem der Hauptwerke der Schweden von 2001. Beim Genuss des Opus wird der Hörer (mehr …)

Ohrwurm des Tages: HammerFall – Remember Yesterday

Veröffentlicht: 10. November 2011 von Lakritzschnecke in Ohrwurm des Tages
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Neuer Ohrwurm, alte Band, so lautet das Motto der heutigen Nacht. HammerFall sind für mich eine ganz besondere Musikgruppe, denn sie waren (wenn man Bon Jovi mal nicht in dieses Genre einordnet) meine allererste Metalband. Entdeckt, von der Leichtigkeit der Musik begeistert, in wenigen Wochen alle verfügbaren CDs gekauft und in Endlosschleife gehört, unzählige schöne Stunden damit verbracht, das waren meiner ersten Erfahrungen mit HammerFall. Auch mein erstes Metalkonzert bestritt ich mit den stürmischen Schweden und lernte begeistert, was es mit Headbangen, zweifelhaften Lederoutfits, zehnminütigen Drumsoli und natürlich dem Konzertbier auf sich hat.

HammerFall eben. Das Klischee lebt. Wer keine Ahnung von Metal hat (mehr …)

Ohrwurm des Tages: Judas Priest – Judas Rising

Veröffentlicht: 29. Oktober 2011 von Lakritzschnecke in Ohrwurm des Tages
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Oh Mann, liebe Leser, was für ein Glück! In diesem Sommer durfte ich Jungspund zum ersten und vermutlich auch letzten Mal in meinem Leben Judas Priest live sehen. Priest, oder „Briescht“, wie Mitglieder einer gewissen Redaktion die Engländer mit zärtlicher Vorliebe nennen. Judas Priest sind für einen Metaller sowas wie… gute Frage. Wie wer eigentlich? (mehr …)

Es gibt doch immer wieder neue Erfahrungen zu machen: Heute – wenn ihr diesen Text lest, ist das bereits gestern – habe ich (gezwungenermaßen) einen Abend ohne Fernsehen und ohne Internet verbracht. Für mich Medienmaus ist das gewagt. Aber so schlimm war es gar nicht: Endlich hatte ich Zeit, eine dringend anstehende Prüfungsvorbereitung voranzutreiben. Ich hatte Zeit zu schreiben. Ich hatte Zeit, eine Radiosendung vom Vortag noch einmal anzuhören und mir eine kunterbunte Zukunft in dieser Richtung auszumalen. Und ich hatte Zeit, mich voll und ganz meiner geliebten Musik zu widmen.

Dabei fing ich mir, wie so oft, einen Ohrwurm ein. Ich fühlte mich irgendwie einsam, und das Lied verbreitet fünfeinhalb Minuten lang genau dieses Gefühl. Passenderweise heißt das Album ISOLATION SONGS. Der Song Into The Black Light ist wunderschön, abendtauglich und kann einen so richtig in die Herbstdepression hineinstürzen. Schon die erste Zeile berührt:

„Surrunded by leaders…“

Wie kann ein einziger Satz nur so packend sein, so treffend, zum Heulen und wunderschön gleichzeitig? Wer kennt das Gefühl nicht, von aller Welt verlassen zu sein, mit keiner Menschenseele mehr etwas gemein zu haben und manchmal so bittersüß grundlos traurig zu sein? Alle sind effizienter als man selbst, sehen besser aus, haben mehr Geld, eine Freundin und ein Haus, alle wissen, wie man dieses dumme Etwas namens Leben anpackt – alle, bis auf dich. Surrounded by leaders, so fühlst du dich. Das Herz wird zum Grab, und die Musik spricht mit einem Mal zu dir, nimmt deine Gedanken auf, zieht dich ganz in ihren Bann…

Das machten an diesem Abend Ghost Brigade mit mir. Manche Songs drücken einfach mehr aus, als man mit Worten beschreiben kann. Aus diesem Grund schweige ich nun – und lasse die Musik für sich sprechen.