Mit ‘Musik’ getaggte Beiträge

Die Sonne scheint, der Frühling kommt und in einem steigen wieder Energie und Tatendrang. Und genau passend dazu hämmert sich seit 2 Tagen wieder einer meiner liebsten Ohrwürmer in meine Gehörgänge. Gleichzeitig gehört diese Platte zu meinen ganz persönlichen „All-Time-Favorites“, seit nunmehr fast 20 Jahren. Kinder wie die Zeit vergeht.

„Never let me down again“ aus dem Album „Music for the Masses“ (1987) dürfte mit zu den bekanntesten Nummern von DM zählen und ist längst zur heimlichen Hymne der Band avanciert. Legendär, der berühmte Auftritt Nummer 101 der damaligen Tour in der Pasadena Rose Bowl, als etwa 60 500 Fans plötzlich anfingen im Takt synchron mit den Armen zu winken und Dave Gahan das ganze überwältigt von der Bühne aus betrachtete (manche Quellen sprechen von 70 000 oder gar 80 000 Fans, ich folg hier einfach mal Wiki).“Never let me down again“ gehört mittlerweile zu den garantierten Zugaben bei jeden Konzert, wenn die Stimmung auf dem Höhepunkt ist und das Winken wurde zum festen Ritual. (mehr …)

Sonntag Nachmittag, trübes Wetter, noch trübere Stimmung – Zeit für Dark Tranquillity! Ein Ohrwurm, der an die letzten beiden Posts anknüpft, stammt er doch aus meinen Top Ten des Jahres 2010.

Was dieses Lied als Ohrwurm auszeichnet, ist schnell erklärt: Der perfekte Beginn, der einen in den Song hineinzieht. Die unendlich angenehme Stimme von Mikael Stanne, der neben wunderbar singen und growlen auch noch wunderbar flüstern kann. Der Text, die Bildhaftigkeit („Why do I see her wearing nothing but the dark?“). Die Grundstimmung, die Atmosphäre. Und, ganz wichtig: Die Keyboard-Akzente, von denen Dark Tranquillity lebt, die in der Metalwelt jedoch oft verteufelt werden – warum eigentlich? Hier passen sie, hier braucht der Song (klick!) sie.

Ein wunderschönes Lied einer grandiosen Band. Und wem das gefällt, sollte sich unbedingt das ganze Album anhören: Jeder Song ein Hit, mal unbändig laut und brachial, mal sanft und einfühlsam, aber immer 100% Dark Tranquillity. Aus diesem Grund ist WE ARE THE VOID mein Nummer 1-Album des Jahres 2010. Ein bisschen Nostalgie muss bei dem Wetter schließlich erlaubt sein…

Lakritzschnecke: TopTen 2011

Veröffentlicht: 10. Januar 2012 von Lakritzschnecke in Musik
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Willkommen im neuen Jahr, liebe Leser!
2011 ist vorbei, und die Presse beschreibt das vergangene Jahr im Hinblick auf Musik als besonders erfreulich. Gemeint ist natürlich die Popmusik. Was lief da eigentlich so? Amy Whinehouse ist tot, Lady Gaga haut nach wie vor einen Hit nach dem anderen raus und Gangsta-Rapper wie Sido und Bushido werden endlich (mehr …)

2011. Eine musikalische Fundstube und Wundergrube. „You can find all you need“. Zwischen mehr und gar keinen Worten entdeckte ich dieses Jahr den Post-Rock, wandelte entflammt vom Beginn der Zeiten über den Camino auf in schwebende klingende Anderswelten jenseits von Hier und Heute und Leben und Leute. Ja, mich erfüllt es mit Stolz, sagen zu können, dass mehr als die Hälfte meiner TopTen-Songs die 4:00-Minuten-Marke knacken! Radio ade, du bist für mich längst nur noch eine Nachrichtenmaschine mit unerlässlichem musikalischen Wert!

Meine TopTen ging mir dieses Jahr aufgrund der Fülle an toller Musik nicht leicht von der Hand. Leider konnte ich auch noch längst nicht alles, was im letzten Jahr vielversprechend anklang, durchhören. Daher ist dies natürlich (mal wieder) ein auf meinen subjektiven derzeitigen Musikhörstand begrenzter Rückblick. (Auf meiner „Muss-ich-noch-anhören-Liste“ stehen u.a. so große Namen wie die Foo Fighters, Red Hot Chilli Peppers und Dream Theater und andere wie Trivium, Graveyard, Russian Circles und Mastodon).

Da ich dieses Jahr ein paar Lieblingssongs hatte, deren Alben es aber nicht in die Top Ten geschafft haben, findet ihr zu Schluß noch eine 2011er-Best-of-not-TopTen-Playlist.

In diesem Sinne viel Spaß mit meinem 2011er Rückblick, also mit: (mehr …)

Epische Melodien, ein alles in Grund und Boden rockendes Riff und dieser wüste Hauch von Apokalypse, dazu die wütenden bis depressiven Growls von Sänger Akerfeldt – das alles beschreibt die Band Opeth, und das alles lässt sich („komprimiert“ in neun Minuten) in ihrem Song „The Funeral Portrait“ wiederfinden. Das gut neun Minuten lange Stück stammt vom Album BLACKWATER PARK, einem der Hauptwerke der Schweden von 2001. Beim Genuss des Opus wird der Hörer (mehr …)

Ohrwurm des Tages: HammerFall – Remember Yesterday

Veröffentlicht: 10. November 2011 von Lakritzschnecke in Ohrwurm des Tages
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Neuer Ohrwurm, alte Band, so lautet das Motto der heutigen Nacht. HammerFall sind für mich eine ganz besondere Musikgruppe, denn sie waren (wenn man Bon Jovi mal nicht in dieses Genre einordnet) meine allererste Metalband. Entdeckt, von der Leichtigkeit der Musik begeistert, in wenigen Wochen alle verfügbaren CDs gekauft und in Endlosschleife gehört, unzählige schöne Stunden damit verbracht, das waren meiner ersten Erfahrungen mit HammerFall. Auch mein erstes Metalkonzert bestritt ich mit den stürmischen Schweden und lernte begeistert, was es mit Headbangen, zweifelhaften Lederoutfits, zehnminütigen Drumsoli und natürlich dem Konzertbier auf sich hat.

HammerFall eben. Das Klischee lebt. Wer keine Ahnung von Metal hat (mehr …)

Legendäres: Pink Floyd – Wish You Were Here

Veröffentlicht: 7. November 2011 von Lakritzschnecke in Legendäres
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Atmosphärische Klänge, gefühlvoll platzierte Töne und hin und wieder eine Art musikalische Böe, die das lauschige Lüftchen durchbricht – so klingen Pink Floyd auf ihrem Premium-Album WISH YOU WERE HERE. Die knapp eine dreiviertel Stunde dauernde Hommage an Ex-Mitglied Syd Barrett, der aufgrund diverser Drogeneskapaden aus den Riegen ausschied, ist so nachvollziehbar wie verwirrend: Hier singen enttäuschte, verletzte Freunde voller Mitleid und dennoch bewundernd über und für ihren gefallenen Kameraden („Shine On You Crazy Diamond“) und verlieren sich dabei im psychodelischen Wirrwarr ihres eigenen Werks. Das klingt glaubwürdig, menschlich und berührt deshalb auch so gekonnt wie (vermutlich) berechnet. Die Abwechslung von Melodie und Textstücken baut dabei dauerhafte Spannung auf: Fast schon flehentlich wartet der Hörer auf die ersten gesungenen Worte, die die instrumentale Stimmung durchbrechen und den verkünstelten Melodien endlich einen Sinn geben. „Welcome To The Machine“ und „Have A Cigar“ gehen weg von persönlichen Prägungen hin zu kritischen Zeilen über die Methoden des Musikgeschäfts.

Auch wenn das Album, verglichen mit heutigen Hörgewohnheiten, aufgrund seiner Komplexität nicht sofort ins Ohr geht, hinterlässt es seine Spuren und macht nach diversen Durchgängen wirklich Spaß. Von der zeitlosen Coolness ist nichts verloren gegangen. Der Klassiker lebt.