Mit ‘Ohrwurm des Tages’ getaggte Beiträge

Mando Diao, 2009 auf Rock am Ring

Mando Diao, 2009 auf Rock am Ring

Ja, ich gebe es zu. Ich habe es wieder getan.
Das spuckte ich letztes Jahr noch große Töne, sagte so Dinge wie: „2011 fahre ich WIRKLICH nicht mehr auf Rock im Park. Die können mich mal. Viel zu groß und überhaupt. Zu teuer.“
Ja, ich war mir ganz sicher. Ich kann mich noch gut erinnern. Vor allem an folgenden, bedeutungsschwangeren Satz: „Der einzige Grund warum ich wieder auf Rock im Park fahren würde, wäre, dass System of a Down dort spielt.“ Man sollte vorsichtig sein mit dem was man sagt. (Gedanken werden Worte, Worte werden Taten.)
Jaja, wir wissen was geschehen ist. Wie sollte es anders sein. Letztes Jahr Rammstein, dieses Jahr SoaD. Was soll ich tun. Ich bin doch nur ein schwacher Mensch und fahre wohl nun wieder auf RiP. Welcome back in 2011. Marek Lieberberg hat es mal wieder geschafft. Ich schäme mich. (Ein Lichtblick: die VISIONS ist dieses Jahr offizieller Partner.)

Nun gut, lange Rede, kaum ein Sinn: ich werde hier nun jede Woche einen Ohrwurm veröffentlichen, der mit Rock im Park 2011 zu tun hat. Ein kleiner musikalischer Countdown auf der einen Seite, auf der anderen musikalischer Vorgeschmack. Es gab letzte Woche, quasi ungeplant, schon den Auftakt und zwar mit:

Das war somit  Woche 1 von 21 bis Rock im Park 2011. Heute, in Woche 2/21, mache ich mal weiter mit: Mando Diao. Da es ja einige Menschen geben soll, die vor „Give Me Fire“ und „Dance With Somebody“ nicht wussten, dass es diese Band gibt, wähle ich bewusst ein Lied von ihrem zweiten Album „Hurricane Bar“. Das Album wurde 2004 veröffentlicht. 2005 war ich das erste Mal auf Rock im Park und sah dort auch zum ersten Mal Mando Diao live. Die Jungs sind wirklich eine tolle Festivalband, dementsprechend war die Stimmung auch richtig gut. 2009 waren die Jungs wieder auf RiP, diesmal waren sie bekannter – kein Wunder „Dance With Somebody“ lief ja auch im Radio rauf und runter. Es waren mehrLeute da, ABER die Stimmung war schlechter. Warum? Nun ja, ich wage zu behaupten, dass ein Großteil der Leute nur wegen diesem einen Lied gekommen war. Die standen quasi versteinert und irritiert da, als sie erleben mussten, dass diese Band tatsächlich auch ältere Lieder im Repertoire hatte. Tja, das Leben bietet  immer wieder ein paar Überraschung. Bei „Dance With Somebody“ explodierte die Menge dann auch. Dennoch insgesamt war es eine ganz seltsame Konzertstimmung.

So, jetzt aber endlich zu meinem Ohrwurm: er heißt „Down in the Past“ und ist, wie schon erwähnt auf dem zweiten Album von Mando Diao zu finden.
Von dem Lied gibt es auch eine nette MTV Unplugged Version von 2010, auf MTV.de mit Video.
Zum Anhören auf Grooveshark könnt ihr diesen Links folgen:

Mando Diao – Down in the Past
Mando Diao – Down in the Past (Unplugged)

 

 

Werte Freundes des guten Geschmacks,

heute habe ich einen neuen Ohrwurm des Tages für euch: Es geht um die hervorragende dänische Band Volbeat mit ihrem noch hervorragenderen Album GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD, auf dem sich der wiederum absolut hervorragende Song „Wild Rover Of Hell“ befindet. Wer auf innovativen Metal mit einem Schuss Rock´n´Roll, auf mitreißende Gitarrenriffs und einen Touch Johnny Cash steht, ist bei Volbeat genau richtig. Denn hier gehts einerseits v.a. an den Gitarren und am Schlagzeug voll zur Sache, andererseits sind wunderbare Melodien und schöne Texte und Geschichten zu hören – die Mischung machts mal wieder, und so ergibt sich eine einfache Formel: VOL(ume) + BEAT = Megaspaß und tolle Musik = Volbeat.

An „Wild Rover Of Hell“ gefällt mir die Schnelligkeit, wie immer die Elvis-ähnliche Stimme von Sängern Michael Poulsen und das ausgefuchste, treibende und unglaublich viel Spaß bringende Riffing der Gitarren, vor allem aber die Anfangszeilen des Songs:

„Driving the highway with nothing to do,

future fading away.

The stereo´s pumping Metallica tunes:

Ride The Lightning, oh yeah…“

Die Verneigung vor Metallicas RIDE THE LIGHTNING ist unüberhörbar. Kein Wunder: Schließlich bezeichnen Volbeat Metallica als ihre Idole, Vorbilder und als ihre größte Inspiration. Toll aber, dass die Dänen trotzdem nicht schlichtweg bei James und Co abkupfern, sondern stilistisch in eine etwas andere Richtung gehen und ihre Huldigung geschickt im Text von „Wild Rover Of Hell“ verpacken. Auch die anderen Songs des Albums, und auch die anderen beiden Alben ROCK THE REBEL/ METAL THE DEVIL (2007) und THE STRENGTH/ THE SOUND/ THE SONGS (2005) sind absolut hörenswert und bergen keine einzige Minute Langeweile, und so habe ich nur ein einziges Problem an Volbeat: Warum gibt es das „A Moment Forever“-Girlieshirt bloß nicht mehr? Aber das wird sich ja eventuell schon in einer Woche bei Rock im Park beheben lassen – und verdammt, wie freue ich mich darauf, die Band endlich live zu sehen! Bis dahin gibts aber noch eine Ladung geballte Vorfreude: The stereo´s pumping Volbeat tunes…

Hörbarkeit für Nicht-Metaller: Volle fünf Punkte – kein Geschrei, kein Gegrunze, kein Gequietsche, alles absolut sauber produziert und wie oben erwähnt mit einem Hauch Johnny Cash (Stil, aber nicht bei allen Songs) und einer Prise Elvis (Stimme) versehen. Viel Spaß beim Antesten!