Mit ‘weihnachten’ getaggte Beiträge

Der Nikolaustag: Andere bekommen söckchenweise Apfelsinen und Nüsse. In meinem großmütterlichen Paket steckt gleich ein ganzes Kilo Trockenobst. (Man sollte nicht nebenher am Telefon mit meiner Oma erwähnen, dass man gerne mal Früchtebrot backen würde. So etwas hat immer Folgen, in diesem Fall durchaus schmackhafte.)

Also wurden die Hutzen, Kletzen oder auch Dörrbirnen zusammen mit Feigen, Aprikosen und anderem Trockenobst kleingeschnitten, eingeweicht und zum gemeinschaftlichen Backen mit Glühwein und verziererisch gelebter Kreativität geladen. Die Ergebnisse gibt es hier zu bestaunen. Kleiner Tipp am Rande, selbst getestet und für gut befunden: Glühwein mit dem Einweich-Fruchtwasser der Birnen, Zwetschgen und Co. verfeinert,  führt zu einer positiven fruchtigen Geschmackserweiterung!

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Die Weihnachtsbäckerei ist wahrlich eine der schönsten heimischen Traditionen. Und dass unsere Plätzchen in manchen Teilen Deutschlands Kekse heißen, kann ich wegen der Ergebnisse (fast) verschmerzen. Vielen Dank hier an meine fleißigen Weihnachts-Bäckerinnen!

In diesem Sinne euch allen noch eine schöne Adventszeit. Denkt auch einmal daran euch zu einem Kerzenlicht zurück zu lehnen und besinnlich einen Tee zu schlürfen.


‚When I close my eyes, Inis Mona…‘


Seit geraumer Zeit bekomme ich diesen Satz nicht mehr aus meinem Kopf, denn seit ich die Folkmetal-Band Eluveitie (gespr.: el-veiti) kürzlich auf der Metal Invasion 2010 in Passau live gesehen habe, hab‘ ich mich verliebt!

Eluvietie ist eine achtköpfige (!) Gruppe aus der Schweiz, die sich mit Liebe Themen aus vergangenen Zeiten, der Liebe selbst und dem Schmerz widmet. Mit Liebe spielen sie so auch einige altertümliche Instrumente, was ihrem Flair eine große Authentizität spendet:

Wer beispielsweise Anna Murphy, eine der zwei weiblichen Mitglieder, auf der Bühne sieht, wird nicht umhin kommen, als mit verwunderten Augen das Gerät zu bestaunen, das sie so liebevoll zu bedienen versteht- die Drehleier. Glücklicherweise hatte ich eine Ahnung, was dieser Holzkasten mit Kurbel und Saiten sein könnte, ansonsten hätte ich es schwer gehabt, dieses verwunderliche Instrument namentlich ausfindig zu machen…
So, wie der Dudelsack zu vielen mittelalterlichen bzw. altertümlichen Bands gehört, der bei Eluveitie von Päde Kistler gespielt wird, widmet sich das andere Mädel der Gruppe, Meri Tadic, traditionell einem Streichinstrument, oder genauer gesagt der Fidel.

Und spätestens hier beginnt meine Leidenschaft zu Eluveities Song „Inis Mona“, der ursprünglich auf ein altes, bretonisches Volkslied zurück geht und verschiedene Male gecovert wurde:
Schon immer haben mich (Metal-)Bands in den Bann gezogen, bei denen unschwer eine Geige oder ein vergleichbares Instrument heraus zu hören war.

Bei Eluveitie ist der Mix aus traditionellen Musikgeräten meiner Meinung nach jedoch einmalig und mit Inis Mona liefert mir die Band ein ohriges Wohlgefühl, das zuerst durch die „Tin Whistle“ von Frontsänger Christian „Chrigel“ Glanzmann hervor gerufen wird und sich schließlich in den vollen Klang der Fidel und des Dudelsacks ergießt.
Mit der Härte der Drums sowie der E-Gitarren füllt der Song mein Metalherz mit einem Lächeln, das sich mir in der letzten Zeit nur schwerlich bis nie anbot…

Höre hier: http://www.youtube.com/watch?v=iijKLHCQw5o

Die große Melodiosität von „Inis Mona“ passt sich herrlich in den gutturalen Gesang von „Chrigel“ ein, der dem Lied die Tragik und Schwere liefert, die mein Herz nunmehr seit zwei Monaten mit Verständnis und Wärme bereichert.
Inis Mona
spendet mir den Mut zur Trauer, die Fähigkeit zu lächeln und zu lieben und mein Herz zu öffnen- und bei diesen wundervoll-winterlichen Schneebergen, passend zum Video des Songs, kann die Weihnachtszeit gerne kommen…