Archiv für die Kategorie ‘Legendäres’

Helau! Jubel, Trubel, Blödel-Hits 1979 – mit Videos! :)

Veröffentlicht: 21. Februar 2012 von felix in Legendäres, Musik
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Blödel-Hits hießen Ende der Siebziger eine Reihe von Comedy-Songs unterschiedlichster Qualität. Zu einer Zeit, in der noch von „Blödelbarden“ und „Ulknudeln“ die Rede war.

Ich selbst bekam im zarten Alter von acht oder neun zum ersten mal eine volle Blödel-Hits-Breitseite mit, als ich bei Bekannten die Plattensammlung durchstöberte und dabei folgenden K-Tel-Sampler in die Finger bekam, der älteren Semestern unter uns noch bekannt sein dürfte.

Wenn ich auch garantiert nicht alles kapierte, was sich in diesen Songs so abspielte („O-na-na, o-na-na-na, o-na-nie-a-hi-a-ha“, Timmy „Der Hamster“), so war mir doch eines klar:  Diese Dinger waren lustig – oder wollten es zumindest sein. Und da unseren Bekannten diese Platte nicht allzu heilig zu sein schien, durfte ich sie mir (mit Kopfhörern) auch immer wieder mal anhören.
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Legendäres: Pink Floyd – Wish You Were Here

Veröffentlicht: 7. November 2011 von Lakritzschnecke in Legendäres
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Atmosphärische Klänge, gefühlvoll platzierte Töne und hin und wieder eine Art musikalische Böe, die das lauschige Lüftchen durchbricht – so klingen Pink Floyd auf ihrem Premium-Album WISH YOU WERE HERE. Die knapp eine dreiviertel Stunde dauernde Hommage an Ex-Mitglied Syd Barrett, der aufgrund diverser Drogeneskapaden aus den Riegen ausschied, ist so nachvollziehbar wie verwirrend: Hier singen enttäuschte, verletzte Freunde voller Mitleid und dennoch bewundernd über und für ihren gefallenen Kameraden („Shine On You Crazy Diamond“) und verlieren sich dabei im psychodelischen Wirrwarr ihres eigenen Werks. Das klingt glaubwürdig, menschlich und berührt deshalb auch so gekonnt wie (vermutlich) berechnet. Die Abwechslung von Melodie und Textstücken baut dabei dauerhafte Spannung auf: Fast schon flehentlich wartet der Hörer auf die ersten gesungenen Worte, die die instrumentale Stimmung durchbrechen und den verkünstelten Melodien endlich einen Sinn geben. „Welcome To The Machine“ und „Have A Cigar“ gehen weg von persönlichen Prägungen hin zu kritischen Zeilen über die Methoden des Musikgeschäfts.

Auch wenn das Album, verglichen mit heutigen Hörgewohnheiten, aufgrund seiner Komplexität nicht sofort ins Ohr geht, hinterlässt es seine Spuren und macht nach diversen Durchgängen wirklich Spaß. Von der zeitlosen Coolness ist nichts verloren gegangen. Der Klassiker lebt.

Es ist unglaublich schwer über einen Klassiker zu schreiben. Die Größe scheint einen zu erdrücken, man möchte angemessene Worte finden und ringt mit sich selbst. Der modernen Musik scheinen moderne Okkasionalismen angemessen – doch im Angesicht der Heroen unserer Musik erscheinen sie zu kurzlebig – willkürlich.

Nun habe ich die schwere Aufgabe über das titellose Album Led Zeppelins zu schreiben, über die Band, die die heutige harte Musik, unseren Rock, den Metal, so vieles maßgeblich geprägt hat. Über das Album, aus dem Jahr 1971, das sich selbst nicht benennen wollte und daraufhin zahlreiche Namen erhielt. Led Zeppelin IV, The Hermit, The Symbol, ZoSo… Man muss – um über eine Sache sprechen zu können – ihr einen Namen geben. Das mit der Nicht-Bennenung seines Albums hat Robert Plant wahrlich clever gemacht: Er tat dies genau aus diesem Grund, die Kritiker zu verwirren, zum Schweigen zu nötigen und ihnen das essentiellste, die Musik, vorzuführen.

Und doch sitze nun ich hier und versuche Worte zu formen, rede um das Eigentliche herum. Denn ich möchte über den Stoff reden, welcher das ausdrückt, was unsagbar ist, aber gesagt werden muss. Wo also beginnen? Am besten ganz von vorne:

Ein kurzes Innehalten am Anfang, noch einmal Luft holen. Nur ein paar Sekunden Ruhe zu Beginn des Albums, dann legen Led Zeppelin – so wie wir sie kennen – gleich richtig los. Black Dog ist wahrlich ein räudiger Rocksong, der nicht nur bellt, sondern auch beißt. Das Lied lässt (mehr …)