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Ohrwurm des Tages: Volbeat – Mary Ann´s Place

Veröffentlicht: 9. September 2010 von Lakritzschnecke in Ohrwurm des Tages
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Werte Geschmacksmenschen,

da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, macht das Leben und die Musik in diesen Tagen ganz besonders viel Spaß, denn ja, morgen – endlich! – ist es soweit: Das neue Volbeat-Album BEYOND HELL/ ABOVE HEAVEN steht in den Läden. Grund genug, nervös mit den Hufen zu scharren, das (leider) nötige Kleindgeld zusammenzukratzen und sich alle drei alten Alben genüsslich hintereinander anzuhören. Bei diesem Unterfangen ist klar, dass nicht nur jede Menge Endorphine ausgeschüttet werden, sondern dass schon bald auch ein neuer Ohrwurm des Tages im Kopf herumspuken wird.

Diesmal traf es Mary Ann´s Place, ein herrliches Duett zwischen Michael Poulsen und der Swan Lee-Sängerin Pernille Rosendahl. Beide Stimmen in Kombination perfektionieren das Lied derartig, dass es nicht nur im Kopf hängen bleibt, sondern auch unter die Haut geht. Das mag auch am ernsten Thema des Songs liegen: Mary Ann´s Place führt die tragische Geschichte des Drogenpärchens Danny und Lucy sowie ihrer Eltern fort. Die Story zieht sich bisher über alle Album und wird auch im neuesten Werk von Volbeat eine Rolle spielen.

Überhaupt sind die Dänen Meister im Schmieden von Konzepten, die bewegen, im Erfinden von Rätseln, die erst Alben später aufgelöst werden und im Erzählen von Geschichten, die nie enden wollen. Und bei alledem vergessen Poulsen und Co nie, ihrem ureigenen Mix aus bodenständigem Rock´n´Roll und brettharten Metalriffs oder eben VOL(ume) und BEAT treu zu bleiben. So wie die Fans ihrer Band – ab morgen kann das wieder in den CD-Geschäften eures Vertrauens bewiesen werden, im Herbst dann auch bei einem der zahlreichen Konzerte der neuen Tour.

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Der Countdown läuft: nur noch zweimal schlafen bis zum ersten RiP-Konzert. Zum Anheizen der Vorfreude auf Rock im Park habe ich ein Mixtape bei TapeTV erstellt. Dabei handelt es sich um zehn Musikvideos von Bands, die im Park spielen werden. Damit nicht nur die, die daheim bleiben müssen einen kleinen Trost haben, sondern auch die Parkbesucher auf ihre Kosten kommen, habe ich mich darum bemüht bei den zehn Songs möglichst viel Verschiedenes aufzunehmen.

Ich denke die Bandbreite Rock im Parks wird anhand dieser kleinen Auswahl ersichtlich und erhörbar. Vielleicht fällt es dem ein oder anderen auf: es ist kein Headliner vertreten. Nun, ich dachte mir, (mehr …)

Werte Freundes des guten Geschmacks,

heute habe ich einen neuen Ohrwurm des Tages für euch: Es geht um die hervorragende dänische Band Volbeat mit ihrem noch hervorragenderen Album GUITAR GANGSTERS AND CADILLAC BLOOD, auf dem sich der wiederum absolut hervorragende Song „Wild Rover Of Hell“ befindet. Wer auf innovativen Metal mit einem Schuss Rock´n´Roll, auf mitreißende Gitarrenriffs und einen Touch Johnny Cash steht, ist bei Volbeat genau richtig. Denn hier gehts einerseits v.a. an den Gitarren und am Schlagzeug voll zur Sache, andererseits sind wunderbare Melodien und schöne Texte und Geschichten zu hören – die Mischung machts mal wieder, und so ergibt sich eine einfache Formel: VOL(ume) + BEAT = Megaspaß und tolle Musik = Volbeat.

An „Wild Rover Of Hell“ gefällt mir die Schnelligkeit, wie immer die Elvis-ähnliche Stimme von Sängern Michael Poulsen und das ausgefuchste, treibende und unglaublich viel Spaß bringende Riffing der Gitarren, vor allem aber die Anfangszeilen des Songs:

„Driving the highway with nothing to do,

future fading away.

The stereo´s pumping Metallica tunes:

Ride The Lightning, oh yeah…“

Die Verneigung vor Metallicas RIDE THE LIGHTNING ist unüberhörbar. Kein Wunder: Schließlich bezeichnen Volbeat Metallica als ihre Idole, Vorbilder und als ihre größte Inspiration. Toll aber, dass die Dänen trotzdem nicht schlichtweg bei James und Co abkupfern, sondern stilistisch in eine etwas andere Richtung gehen und ihre Huldigung geschickt im Text von „Wild Rover Of Hell“ verpacken. Auch die anderen Songs des Albums, und auch die anderen beiden Alben ROCK THE REBEL/ METAL THE DEVIL (2007) und THE STRENGTH/ THE SOUND/ THE SONGS (2005) sind absolut hörenswert und bergen keine einzige Minute Langeweile, und so habe ich nur ein einziges Problem an Volbeat: Warum gibt es das „A Moment Forever“-Girlieshirt bloß nicht mehr? Aber das wird sich ja eventuell schon in einer Woche bei Rock im Park beheben lassen – und verdammt, wie freue ich mich darauf, die Band endlich live zu sehen! Bis dahin gibts aber noch eine Ladung geballte Vorfreude: The stereo´s pumping Volbeat tunes…

Hörbarkeit für Nicht-Metaller: Volle fünf Punkte – kein Geschrei, kein Gegrunze, kein Gequietsche, alles absolut sauber produziert und wie oben erwähnt mit einem Hauch Johnny Cash (Stil, aber nicht bei allen Songs) und einer Prise Elvis (Stimme) versehen. Viel Spaß beim Antesten!